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Soziales Familien-Netzwerk Rheingau

 

Der Neubeginn... die Geschichte muss weitergehen

Der schwiegrige und mühevolle Neubeginn nach 1945

Der Neubeginn nach 1945

Am 13. August 1945 erklärte die US-Militärregierung, vom 27. August an dürften in der amerikanischen Zone Parteien auf Orts- und Kreisebene ihre Zulassung beantragen. Die Amerikaner waren etwas in Zugzwang geraten, da in der sowjetischen Besatzungszone bereits am 10. Juni 1945 die Bildung politischer Parteien ermöglicht wurde.

Ein halbes Jahr nach dem Untergang des dritten Reiches fanden sich danach zehn alte SPD-Mitglieder zusammen um den Ortsverein wiederzugründen und am 07. November 1945 nahm die SPD in Kiedrich ihre Arbeit auf. So ist es dem 1. Protokollbuch zu entnehmen, nachdem zur Wiedergründung alle mittlerweile 15 SPD-Mitglieder erschienen waren.

Wiesbadener KURIER, Samstag, 08. Dezember 1945
Aus Parteien und Gewerkschaften:
Die Ortsgruppe K I E D R I C H der SPD veranstaltete im überfüllten Winzerhaus ihre erste öffentliche Versammlung. Einer würdigen Totenfeier folgte ein Referat von G. BUCH (Wiesbaden). Die lebhafte Diskussion bewies Kampfgeist und den Willen zur Verwirklichung des Sozialismus.

Von den örtlichen Parteigruppen erwartete man, daß sie sich auf die Lösung lokaler Aufgaben konzentrierten und ihr Hauptaugenmerk dabei auf Entnazifizierung, die Versorgung mit Brennstoffen und die Wohnungsbeschaffung richteten. Nach den am 22. August veröffentlichten Grundsätzen für die Zulassung von politischen Parteien hatten die Antragsteller ihr Parteiprogramm einzureichen und die obligatorischen Fragebogen auszufüllen.

1. Niederschrift über
die Zusammenkunft zur
Gründung der SPD.

"Am Mittwoch, den 7. November 1945, fanden sich 10 Genossen zur Gründung der SPD bei dem Genossen Peter Grebert zusammen… !"

Mit diesem in schönstem Sütterlin geschriebenen Satz beginnt das Protokollbuch des nach dem Krieg wiederbelebten SPD-Ortsvereins Kiedrich. Auf der Tagesordnung stand die Wahl des ersten Vorstandes und die Vorbereitungen zu einer Gründungsversammlung die am 17. November 1945 stattfand.
Mit dem zum 1. Vorsitzenden gewählten Simon Wölfel, dem 2. Vorsitzenden Anton Dorn, sowie Christoph Grebert als Kassierer und Schriftführer, versuchten die vom Krieg heimgekehrten SPD-Genossen die vor ihnen liegenden schweren Aufgaben zu bewältigen.

Wiesbadener KURIER, Samstag, 01. Dezember 1945
Aus Parteien und Gewerkschaften:
Die SPD schreibt uns: In einer Mitgliederversammlung in Kiedrich wurde die dortige Sozialdemokratische Partei wieder ins Leben gerufen. Redner war Georg Buch, Wiesbaden. Zum 1. Vorsitzenden wurde W Ö L F E L gewählt.

Weiterhin wurde eine "öffentliche Versammlung" für den 2. Dezember 1945 im Winzerhaus geplant. Im überfüllten Saal hielt der ehemalige Wiesbadener Oberbürgermeister und Präsident des Hessischen Landtags Georg Buch, ein einstündiges Referat um den erschienenen Bürgern und Bürgerinnen die sozialdemokratischen Vorstellungen zum Wiederaufbau Deutschlands näherzubringen Bezeichnender Weise kam Georg Buch an diesem kalten De-zemberabend mit dem Fahrrad.