Der Kiedricher Fahrplan

 

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Soziales Familien-Netzwerk Rheingau

 

Flurbereinigung in Kiedrich

Fast jeder weiß, das Kiedrich "flurbereinigt" ist. Aber was genau verbirgt sich dahinter ?

In Kiedrich wurde ein Flurbereinigungsverfahren nach § 1 des Flurbereinigungsgesetzes (FlurbG) zur Verbesserung der Arbeits- und Produktionsbedingungen im Weinbau durchgeführt. Nach dem Abschluss einer der ersten größeren Dorferneuerungen in Hessen erfolgte im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens eine Neuordnung der Flächen und der Bau von gemeinschaftlichen Anlagen. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist der Hochwasserschutz der unterhalb liegenden Ortslagen. Die Ziele der Flurbereinigung Kiedrich waren:
  • Durchführung von bodenordnerischen Maßnahmen zur Sicherstellung ökonomischer Wirtschaftseinheiten.
  • Neugestaltung des Wegenetzes zur Verbesserung der Zuwegung zu den Weinbergsfl ächen unter Berücksichtigung der Landschaftsstrukturen und der Landschaftspflege.
  • Verbesserung der wasserwirtschaftlichen Situation und des Hochwasserschutzes sowie der Verringerung der Bodenerosion.
  • Sicherung und Schaffung einer Biotopvernetzung unter Einbeziehung der vorhandenen ökologisch wertvollen
Verfahrensgebiet Kiedrich ist ein gotisches Weindorf an den Hängen des Taunus-Gebirges, dessen dörflicher Charme sowie die wirtschaftliche Stärke in einer Vielzahl von mittleren, kleinen und Kleinstbetrieben liegt. Die Grundlagen dieser Betriebe sind zum größten Teil der Weinbau, die Gastronomie und der Tourismus. Die durchgeführten Maßnahmen zur Verbesserung der Agrarstruktur dienen zur Stärkung dieser Betriebsgrundlagen sowie der ökologischen Verbesserung der Landschaft. Die Verfahrensfläche beträgt ca. 1.220 ha, und teilt sich wie folgt auf: Die Nutzungsarten der Flächen ergeben sich zu mit insgesamt 6.000 Flurstücken, die mit wenigen Ausnahmen noch in der Urvermessung nachgewiesen werden. Ausbaumaßnahmen Zur Aufstellung des Wege- und Gewässerplanes mit landschaftspflegerischem Begleitplan wurde nach der Erarbeitung allgemeiner Planungsgrundsätze und deren Erörterung mit den Trägern öffentlicher Belange eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung erstellt. Um naturnahe Bereiche zu fördern und die ökologische Qualität von Bach und Aue zu verbessern, wurde auch hierfür eine Nutzungskonzeption erarbeitet. Folgende Ausbaumaßnahmen waren im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Kiedrich vorgesehen:
  • 16,6 km unbefestigter Wegebau (Erdwege)
  • 11,0 km Wegebau mit leichter Befestigung (Schotterwege)
  • 7,7 km Wegebau mit schwerer Befestigung (Pfl aster- oder Asphaltwege)
  • Ausbau von 27 Gräben mit Natursteinpflaster auf insgesamt 10 km Länge
  • 29 Schlamm- und Geröllfänge, teilweise im Erdbau, teilweise als Stahlbetonausführung sowie zugehörige Durchlässe und Rohrleitungen
  • 2 Hochwasserrückhaltebecken zum Schutz der Ortslagen Eltville und Kiedrich
  • 1 Regenrückhaltebecken zum Schutz der Ortslage Eltville-Erbach
  • Rekultivierungs- und Planinstandsetzungsarbeiten für die Neuanlage der Weinbergsflächen
  • Baum-, Gehölz- und Schutzpfl anzungen, Biotopanlagen und sonstige landschaftsgestaltende Anlagen auf einer Fläche von insgesamt ca. 5 ha als Ausgleichs- und Ersatzfläche für Eingriffe durch den Wege- und Gewässerbau
  • Renaturierungsmaßnahmen und Einrichtung eines Uferrandstreifens am Kiedricher Bach
Wegebau Die im Flurbereinigungsverfahren vorgesehenen Wegebaumaßnahmen verbesserten zusehends die Arbeits- und Produktionsbedingungen im Weinbau. Sie dienten zur Erschließung der Grundstücke und gliederten sich gleichzeitig in die Kulturlandschaft und das Landschaftsbild ein. Die Wirtschaftswege wurden so gestaltet, dass sie den landwirtschaftlichen Verkehr zu den Grundstücken aufnehmen können und die schadlose Ableitung des Oberflächenwassers sicherstellen. Mehrere im Verfahren hergestellte Wege wurden als Rad- und Wanderwege ausgewiesen. Die Befestigungsarten der Wege sind in Abhängigkeit von Verkehrslasten und hydraulischen Gegebenheiten festgelegt worden. Sie reichen von nicht befestigten Erdwegen über leicht befestigte Schotterwege bis hin zu schwer befestigten Pflaster- und Asphaltwegen. Grabenbau Die Abflussverhältnisse im Verfahrensgebiet waren unzureichend. Bei Starkregen kam es in den noch nicht bereinigten Gebieten zu Bodenerosion und unkontrolliertem Ausbrechen von Wasser in die darunter liegenden Weinberge. Dieser Situation wird nun durch den Bau von Gräben in Verbindung mit Schlamm- und Geröllfängen entgegengewirkt.