Der Kiedricher Fahrplan

 

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Soziales Familien-Netzwerk Rheingau

 

Friedhofsgebühren drastisch angehoben

SPD-Fraktion muss zähneknirschend zustimmen

Es war ein starkes Stück Papier, dass den Kiedricher Parlamentariern am 20. September zur Beschlussfassung vorgelegt wurde: In jedem normalen Haushalt regt sich Unmut, wenn über mehr als drei oder vier Prozent Teuerung gesprochen wird. Doch an diesem Tag ging es um runde 35 Prozent Steigerung bei den Friedhofsgebühren !

Die zwingende Aufforderung kam vom Regierungspräsidenten, die Gebührenanpassungen also zum wiederholten Mal aufgrund des Diktats von außen. Udo Wesemüller brachte es für die SPD-Fraktion auf den Punkt: Als Kiedricher Kommunalpolitiker schäme man sich geradezu, so etwas vertreten zu müssen. Und die Betonung liegt auf „müssen“.

„Kiedrich ist Schutzschirmgemeinde – und das tut an den unterschiedlichsten Stellen sehr, sehr weh. Wenn wir dieser Vorlage heute nicht zustimmen“, so Wesemüller, „können wir mit dem Haushalt 2014 für ganz Kiedrich das Buch zu machen. Als Schutzschirmgemeinde wird dann direkt der Staatskommissar das Kommando übernehmen.“

Sterben wird zum Luxus
Die Leistungen der Friedhofsverwaltung werden nicht aus einem wie auch immer möglichen Konstrukt von sozialer oder finanzieller Situation, sondern noch immer in Gebühren bezahlt. Diese machen über ein Drittel (zwischen 35 – 45 %) der Gesamtkosten einer Bestattung aus.

Bei öffentlichen Einrichtungen wie z.B. Friedhöfen, ist ein kostendeckender Betrieb im Sinne einer wirklich sozialverträglichen Gebührenpolitik so gut wie nicht möglich. Allen voran die SPD-Fraktion hat hierfür in der Vergangenheit unter anderem lieber die Einnahmen aus Realsteuern bemüht.

Die erarbeitete Reform der Gebührenordnung hat zur Folge, dass eine Beerdigung in Kiedrich zum Luxus werden kann, den sich der eine oder andere unter Umständen kaum noch leisten können wird. Nimmt man weitere Kosten für Bestatter, Krematorien, vielleicht auch Überführungen usw. dazu kann eine Summe zusammen kommen, die nicht ansatzweise von einer - vielleicht vorhandenen - Sterbeversicherung gedeckt wird.

Dass zur Neuberechnung sogar ein externes Wirtschaftsprüfungsunternehmen hinzugezogen wurde zeigt, wie groß die Not ist, bzw. wie schwer sich die Gemeindevertreter damit tun.

Wir werden heute etwas beschließen müssen, was niemand in der SPD-Fraktion wirklich will. Denn auch sozial Schwache sollen sich ein würdevolles Gedenken leisten können, schloss Wesemüller seine Begründung.

Die Erhöhungen wurden sowohl von der SPD-, als auch von der CDU-Fraktion alleine aus Gründen der Haushaltsdisziplin beschlossen.