Der Kiedricher Fahrplan

 

Er ist wieder da!

Es gibt ihn in den Farben schwarz, weiß und rot

Für nur 1,50 € kann er bei unserem SPD-Vorsitzenden, Udo Wesemüller, Telefon 61278, bezogen werden.
Bestellen können Sie ihn gleich hier, oder Sie holen ihn sich bei Udo Wesemüller ab.

 

Soziales Familien-Netzwerk Rheingau

 

Große Ehre für Alt-Bürgermeister Siems

„Alter Sportplatz“ heißt künftig Siegfried-Siems-Straße

Mit den Stimmen der SPD-Fraktion entschied die Gemeindevertretung am 20. September, dass die Straßenbezeichnung auf dem Baugelände „Alter Sportplatz“ künftig Siegfried-Siems-Straße lauten soll.

Insgesamt 14 Vorschläge standen zur Wahl, doch die Sozialdemokraten entschieden sich einhellig für den Alt-Bürgermeister. Unterstützt wurden sie dabei von der FDP, die Vertreter der CDU enthielten sich der Stimme.

Und Warum ?

Der Fraktionsvorsitzende Udo Wesemüller verdeutlichte die Entscheidung: Wenn Kiedricher Bürger die dynamischste Phase der Weiterentwicklung Kiedrichs am Namen eines Bürgermeisters festmachen sollten würde in der Regel nur ein Einziger genannt: Siegfried Siems.

Am 24. August 1972 wurde er als gerade 29-jähriger mit 14 "JA“- gegen 9 "NEIN"-Stimmen der Gemeindevertreter (eine Urwahl durch die Bürger gab es noch nicht) zum neuen Kiedricher Bürgermeister gewählt. Er war der damals jüngste Bürgermeister Hessens und erwarb sich schnell das Vertrauen der Kiedricher. Fast unmittelbar mit seinem Dienstbeginn am 01.09.1973 darauf begann eine geradezu unglaubliche Entwicklung unserer Gemeinde.

Ohne Siegfried Siems, das stellte Udo Wesemüller vorbehaltlos fest, würde man heute nicht als Gemeindevertreter Kiedrichs, sondern allenfalls als Mitglieder eines Eltviller Ortsbeirates hier sitzen.

Die Selbständigkeit Kiedrichs sei zu allergrößten Teilen seinem tatkräftigen und vor allem ideenreichen Wirken zuzuschreiben. Zu den herausragenden Leistungen gehörte -natürlich neben dem Erhalt der Selbständigkeit- eine ideenreiche Altenhilfe, neue Sportanlagen und Wanderwege, eine ausgewogene Vereinsförderung und vor allem äußerst kreative Marketingstrategien um Kiedrich weit über seine Grenzen hinaus bekannt zu machen.

Die Winzer würden sich wohl erinnern, dass Siegfried Siems ihnen als Ersten, damals ein Novum, Gelder aus den diversen Agrarfonds als Zuschüsse sicherte. Als „verlorene“ Zuschüsse, wohlgemerkt.

Zudem hatte er sich insbesondere als versierter Fremdenverkehrsfachmann erwiesen. Bei all seinen erfolgreichen Bemühungen, Kiedrich bekannt zu machen, war vor allem seine Idee eines „Weinbergs der Ehe“ ein Schuss ins Schwarze geworden.

Kiedrich wurde unter Siems zu mehreren Anlässen Modellgemeinde. Zum Beispiel beim Kabelanschluss, wo damals eine Großstadt (Kassel) und eine kleine Gemeinde (eben Kiedrich) als erste in Hessen mit Kabelanschlüssen versorgt wurden.

Er hatte Kiedrich zu einem Musterort der Dorferneuerung gemacht und es war ihm gelungen, unter den Kiedrichern ein besonderes „Wir-Gefühl“ zu erzeugen. Dieses „Wir-Gefühl“ hält bis heute an und wir sind in unserer Gemeinde stolz darauf.

Wesemüller beendete seine Begründung am Ende mit einem Beispiel vor 31 Jahren:

Bei seiner zweiten Wiederwahl am 22.10.1982 waren unter den 15 JA-Stimmen für Siegfried Siems (so viele hatte die SPD damals gar nicht) auch Stimmen von CDU-Gemeindevertretern. Der damalige CDU-Fraktionsvorsitzende brachte es auf den Punkt: Die SPD habe mit Siegfried Siems einen Bürgermeister, der dazu geführt hätte, dass bisher potenzielle CDU-Wähler nun die Roten wählen würden. Besser konnte man die Verdienste des auch 1982 immer noch jungen Bürgermeisters nicht würdigen.

Oder eben doch: In dem die Kiedricher Gemeindevertreter die neu zu benamende Straße nach Siegfried Siems benennen.